Golf & Natur

Einen ganz besonderen Golftag erleben Sie auf unserer gepflegten 18-Loch-Anlage. Die ersten 9 Bahnen – angrenzend an ein Naturschutzgebiet – erstrecken sich durch einen Wiesengrund mit vielen Wasserhindernissen und besetzt mit Wasservögeln. Die langen Bahnen 10-18 führen über einen Geestrücken (Sandrücken). Dort säumen Biotope, in denen Hasen und Fasane Schutz finden, eine Wildblumenwiese mit einem Insektenhotel sowie Wallhecken die Fairways. Besondere Vögel, wie Schafstelzen und der rote Milan, sind bei uns zu Hause. »Golf & Natur« wurde bei uns perfekt umgesetzt und deshalb zu Recht mit dem goldenen Siegel versehen.

Golf&Natur - Gold
Insektenhotel

Insektenhotel

Materialien und Bauweise

Insektenhotels bestehen fast ausschließlich aus Naturmaterialien, unter anderem aus Holz (Baumscheiben, Äste, Holzwolle), Baumrinde, Stroh, Heu, Schilfrohr, Bambusstäben, Reisig, Torf und Lehm. Daneben werden lediglich poröse, durchlöcherte Backsteine, Terrakotta-Blumentöpfe und manchmal Plastikrohre zur Befüllung, Metalle für Befestigungen und eventuell als vorgespanntes Drahtgitter zum Schutz vor Vögeln (3-4cm überstehend), Dachpappe oder ähnliche Abdeckungen, sowie witterungsbeständige Lasur beim verwendeten Bauholz oder zur bunten Gestaltung einiger Holzteile häufiger eingesetzt. Wichtig ist dabei, dass die Füllmaterialien trocken und alle Hölzer frei von chemischen Holzschutzmitteln sind.

Motivation und Nutzen

Durch intensive menschliche Eingriffe in die Naturlandschaft – u.a. durch umfangreichen Pestizideinsatz im Acker- und Gartenbau sowie durch die auch in Privatgärten vorhandene Tendenz zur „aufgeräumten“ Landschaft – sind viele natürliche Insektenlebensräume wie z.B. offene Lehmtrockenhänge oder Totholz nur noch sehr eingeschränkt vorhanden. Diese Vorgänge werden als Habitatvernichtung bezeichnet.

Nicht nur in der freien Natur, auch in Gärten helfen viele „Nützlinge“ wie zum Beispiel Hummeln, Wildbienen, Schlupf-, Falten-, Grab- und Wegwespen, Florfliegen oder Ohrwürmer durch Bestäubung und als kostenlose biologische „Schädlingsbekämpfer“, das ökologische Gleichgewicht zu bewahren.

Darüber hinaus werden Insektenhotels auch zu Lehrzwecken errichtet, etwa für die breite Öffentlichkeit bei Gartenschauen und in Parkanlagen oder von Schulen, die Kindern die Biologie der Insekten und praktischen Naturschutz anschaulich nahebringen wollen.

Bienenweide an Bahn 16-IMG_2535

Bio-Honig

Die Bioland-Imkerei »Bio Biene« hat neben der Bahn 16 im Biotop einige Bienenkörbe aufgestellt. Demnächst wird es also Bio-Honig direkt von unserem Golfplatz zu kaufen geben. Bereits jetzt können diverse Geschmacksrichtungen aus der Umgebung beim Restaurant »Froschkönig« gekauft werden.

Nistkasten_01

Nistkästen

30- 40 Nistkästen für die unterschiedlichen Vorgelarten hängen an Bäumen auf unserem Golfplatz. In jedem Herbst werden Sie von Charlotte Meyer mit Jugendlichen (die fast alle Häuschen gebaut haben) und einem Betreuer der Schleuse e.V. aus Bad Bederkesa gereinigt und teilweise auch erneuert. Auch Vogelhäuser sind stark der Witterung ausgesetzt und das Holz wird morsch. Es dringt Feuchtigkeit ein und die Vögel mit ihren Jungen sind nicht mehr richtig geschützt.

Bei der Reinigung stellen wir immer wieder fest, dass alle Häuser bewohnt waren und das sogar mehrmals in einer Saison. Es ist schon erstaunlich, dass es bei den Vögeln auch Pedanten gibt, die kunstvolle Nester bauen und diese sehr gut mit kleinen Federn und Moos auspolstern. Andere dagegen, schleppen nur Stöcker und trockenes Gras in den Kasten, was sie dann etwas zurecht rücken und darauf ihre Eier legen. Vor zwei Jahren fanden wir unter dem Nistkasten an der Eiche am Grün der Bahn 7 ein Kuckuckskind im Gras. Es war schon zu groß und passte nicht mehr in den Kasten, wurde aber noch von den »Gasteltern« – vermutlich Bachstenzen – gefüttert,.

Ein weiteres Highlight auf unserer Golfanlage sind die vielen Schwalbenpaare, die rund um unser Clunhaus sowie an und in der Maschinenhalle ihre Nester bauen. Zur Freude unserer Gäste und Mitglieder haben sie in den letzten Jahren mehr als 100 Jungvögel aufgezogen. Das machte natürlich viel Freude, denn sie saßen auf Türklinken und Lampen und zwitscherten fröhlich ein Lied. Da nahm man es gerne in Kauf, wenn man ab und an einen Klecks auf das Hemd oder die Mütze bekam.

Zunächst nisteten überwiegend die Rauchschwalben am Haus, inzwischen sind aber ebenso viele Mehlschwalben dazu gekommen. Die Nester sind unterschiedlich. Während Rauchschwalbennester oben offen sind, bauen die Mehlschwalben das Nest geschlossen und lassen nur ein Loch zum einschlüpfen. Wir sind sehr glücklich über diese Entwicklung und erfreuen uns an ihnen und den vielen anderen Vögeln auf der Anlage.