Der Star (Sturnus vulgaris)
Vogel des Jahres 2018 - neu auf der roten Liste

Auf den ersten Blick scheint der Star einfach ein ganz normaler, dunkler Vogel zu sein, der unsere Wiesen und Gärten bevölkert. Doch in Wahrheit vereint die Art jede Menge faszinierende Faktoren in sich! Im Frühling zeigen sich die agilen Vögel in metallisch schimmerndem Schwarz, während sie im Herbst von einem weißen Perlmuster überzogen werden. Diese Verwandlung hängt von der Mauser sowie der Abnutzung der Federn ab.
Die Starenmännchen sind außerdem talentierte Imitatoren. Sie können Umweltgeräusche perfekt nachahmen und in ihren Gesang einbauen – von der Alarmanlage bis zum Hundebellen. Da sie bei diesem Kunststück kaum den Schnabel bewegen, wirken sie wie kleine Bauchredner.
Ihre spektakulärste Performance erreichen die Stare nur im Kollektiv. Jedes Jahr im Herbst verdunkeln sie in riesigen Schwärmen den Himmel und wirken dabei wie intelligente Wolken. Sie bewegen sich so synchron, dass sie wie ein einziges, gigantisches Wesen aussehen, das rastlos hin und her gleitet. Ein einzelner Star orientiert sich im Schwarm an bis zu sieben anderen Vögeln in seiner Umgebung und versucht, immer im gleichen Abstand zu ihnen zu fliegen. So bleibt die Gruppe immer geschlossen und macht es Greifvögeln beinahe unmöglich, einen einzelnen Star zu erbeuten.

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Lebensraum vom Star

Der Star besiedelt verschiedene Arten von Lebensräumen. Wie z.B. Wälder, Kulturlandschaften mit Seen und Flüssen, Parkanlagen, Kleingärten in Städten und Dörfern und Moore mit altem Baumbestand. Im Frühjahr während der Balz sind die Stare in kleinen Trupps in ihren Lebensräumen unterwegs. Im Sommer wenn die Jungen flügge geworden sind, sieht man sie Abends gemeinsam wieder in großen Gruppen zu ihrem Schlafplatz fliegen.
Stare gehören zu den Zugvögeln, aber einige überwintern bei uns in den Städten. Sie kommen auch gerne zu uns in den Garten und fressen zusammen mit den Wacholderdrosseln Äpfel, stochern im Rasen nach Würmern und gehen sogar zusammen mit Spatzen und Blaumeisen an unsere Meisenknödel.

Nicht verwandt: Amsel und Star
Der Star ist mit seinen rund 20 Zentimetern größer als ein Spatz und kleiner als eine Amsel. Sein Schnabel ist lang und kräftig. Verwechslungsgefahr besteht bei einem flüchtigen Blick höchstens mit einem Amselmännchen, denn beide sind schwarz. Doch schnell fallen neben der geringeren Größe des Stars weitere Unterschiede auf: Das Gefieder der Amsel glänzt nicht und hat keine Flecken. Dazu ist ihr Schwanz deutlich länger.

Auf dem Golfplatz

Immer wieder sehen wir im Sommer und Herbst große Schwärme von Staren auf den Fairways bei uns in Hainmühlen. Sie fressen gerne Regenwürmer, kleine Schnecken und auch die Engerlinge der Gartenlaubkäfer und andere Insekten. Der Star frisst auch Obst und Beeren aller Art, in Mitteleuropa vor allem Kirschen und Äpfel.
Wie können wir dem Star helfen?
Alte Bäume mit Bruthöhlen (vor allem in Parks und an Wald- und Feldrändern) dürfen nicht abgeholzt werden. Hausbesitzer sollten Nistkästen als Ersatz aufhängen! Kästen mit ausreichend großen Einfluglöchern garantieren den Bruterfolg. Auf unserem Golfplatz haben wir über 40 Nistkästen für verschiedene Vogelarten aufgehängt. Wir haben beim Reinigen festgestellt, dass 2017 alle bewohnt waren

 

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